Ernährungsberatung & Corona

Ernährungsberatung & Corona

Die Zahl der Corona-Infektionen nimmt derzeit rasant zu. Seit Beginn der Pandemie und nun wieder verstärkt, begegnen mir im Praxisalltag im Wesentlichen zwei Fragen zum Thema „Corona und Ernährungsberatung“:

  1. Können Beratungen (sicher) durchgeführt werden und unter welchen Bedingungen?
  2. Kann man mit der Ernährung das Risiko und/oder den Verlauf einer Corona-Infektion beeinflussen?

Kurz und knapp beantwortet:

  • Beratungen und Kurse finden unter größten Sicherheitsvorkehrungen statt
  • auf Wunsch können die Beratungen auch telefonisch oder per Videochat durchgeführt werden
  • Ernährungsberatung ist gerade jetzt sinnvoll, denn:
    • das Coronavirus führt unter anderem bei Menschen mit Diabetes, Bluthochdruck sowie Adipositas zu schweren Verläufen
    • durch die Einschränkungen insbesondere zu Beginn der Pandemie hat sich bei vielen das Essverhalten ungünstig verändert
    • unsere Ernährung beeinflusst unser Immunsystem

Und hier nun die Langfassung:

Ernährungsberatung unter Corona-Bedingungen

Die Einzelberatungen können im Beratungsraum durchgeführt werden. Dafür habe ich schon früh einen Spuckschutz angeschafft, der die komplette Tischbreite einnimmt und hinter dem zwei Personen Platz finden. Während der Beratungen kann zudem der Mindestabstand eingehalten werden. Seit kurzem habe ich auch noch zusätzlich zur Entlüftung über das Haus einen Luftreiniger angeschafft; dieser filtert innerhalb von wenigen Minuten die Raumluft. Zusätzlich lüften wir zwischen den Beratungen kräftig durch und desinfizieren den Klienten-/Patientenbereich.

Um das Ansteckungsrisiko noch weiter zu reduzieren, kommen Sie bitte möglichst alleine; wenn es für die Beratung jedoch wichtig ist, dürfen Betreuer, Eltern, Kinder, Partner etc. natürlich gerne an der Beratung teilnehmen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir die Kontaktdaten der Begleitpersonen ebenfalls notieren und für die vorgeschriebene Frist aufbewahren.

Wem das trotzdem zu unsicher ist, kann sich gerne auch telefonisch oder per Videochat beraten lassen. Hierfür können verschiedenste Plattformen genutzt werden. Grundsätzlich richte ich mich da nach Ihren Wünschen!

Auch Kurse dürfen – Stand jetzt – durchgeführt werden. Damit der Mindestabstand eingehalten werden kann, finden die Kurse mit stark reduzierter Teilnehmerzahl statt. In den Praxiseinheiten gelten besondere Vorschriften, die aber ebenfalls umgesetzt werden können.

Wenn Sie noch Fragen oder Klärungsbedarf zu den Hygienemaßnahmen in der Beratung oder den Kursen haben, kontaktieren Sie mich gerne!

Einfluss der Ernährung auf den Verlauf einer Infektion mit SARS-CoV-2

Um es gleich klar zu stellen: es gibt keine Möglichkeit, sich durch eine gesunde Ernährung oder Nahrungsergänzungsmittel vor einer Infektion mit Corona zu schützen! Und auch der Verlauf einer Infektion kann nicht direkt beeinflusst werden, auch wenn es dazu inzwischen ein paar Studien gibt.

Aber: Ernährung, Bewegung und Lebensstil beeinflussen wesentlich die Entstehung der sogennanten Risikofaktoren, die einen schweren Verlauf einer Infektion mit SARS-CoV-2 begünstigen können. Hierzu zählen Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2 und Bluthochdruck. Und das sind ganz klassische Diagnosen für die Ernährungsberatung, denn eine Ernährungsumstellung ist hier ein wichtiger Bestandteil der Therapie.

Zum Anderen wird auch unser Immunsystem durch unsere Ernährung beeinflusst. Ein starkes Immunsystem hilft dabei, Infektionen abzuwehren oder mit diesen besser umzugehen. Für Erkältungskrankheiten ist schon lange bekannt, dass eine gesunde Ernährung, ausreichende Flüssigkeitzufuhr, Bewegung, frische Luft sowie Wärme helfen, die Abwehrkräfte zu unterstützen. Dementsprechend macht es durchaus Sinn, sich für die kalte Jahreszeit zu wappnen und etwas für sich zu tun.

Corona-Pandemie und Essverhalten

Die Corona-Pandemie hat unseren Alltag kräftig durcheinander gewirbelt. Homeoffice, Homeschooling, Lock Down, Hasterkäufe usw. haben zu grundlegenden Veränderungen im Tagesablauf und im Gesundheitverhalten bewirkt. In der Beratung zeigen sich momentan zwei Extreme: Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen haben stark zugenommen. Oftmals bedingt durch die soziale Isolation, aber auch die Unsicherheit über das, was da noch kommt. Wenn Sie den Verdacht eines problematischen Essverhaltens bei sich oder Ihrem Kind bemerken, sprechen Sie Ihren Arzt oder uns gerne an!

Auf der anderen Seite haben bei vielen der Bewegungsmangel und die Nähe zur eigenen Küche, Bestellungen bei Bringdiensten sowie Frust und Angst dazu geführt, dass das Körpergewicht angestiegen ist. Da ein Anstieg des Körpergewichts wiederum die Entstehung von zahlreichen Stoffwechselerkrankungen begünstigt, sollten Sie frühzeitig handeln und wieder „ins Gleichgewicht“ kommen. Gerne helfe ich Ihnen dabei!

Bleiben Sie gesund,

Ihre Stephanie Mißler