Osternester backen

Osternester backen

Ostern bedeutet für mich Familienzeit – und inzwischen auch gemeinsames Osternester backen!

Traditionell backt man zu Ostern eine Hefezopf, je nach Region auch einen Hefekranz. Wie die meisten Leckereien zu Ostern geht auch dieser Brauch auf das Fastenbrechen zurück. Deshalb wird der Hefezopf auch unter Fettzugabe gebacken. Das macht ihn besonders lecker.

Bereits vor einigen Jahren habe ich in einem Workshop mit KiTa-Kindern zu Ostern anstatt des „langweiligen“ Hefezopfs kleine Osternester als Eierhalter gebacken. Auch schon den ganz Kleinen hat es riesigen Spaß gemacht, den Teig zu kneten und diesen dann zu flechten. Während der Teig geht, ist auch ausreichend Zeit, die Eier zu bemalen, die dann in das Nest gesetzt werden. 

Seit ein paar Jahren bin ich auch selbst Mama und beziehe die Kids gerne beim Kochen und Backen mit ein. Was mir in der Kindheit viel Spaß gemacht hat, kann so auch in die nächste Generation weiter gegeben werden. Auch in diesem Jahr werden wir wieder Osternester backen. Und damit Sie und Ihre Kinder die Backfreude mit uns teilen können, gibt es hier das Rezept.

Austauschmöglichkeiten

Das Rezept zum Osternester backen ist relativ klassisch und schlicht, allerdings habe ich das Weizenmehl gegen Dinkelmehl getauscht. Auch mit Dinkelvollkornmehl gelingt der Hefeteig prima. Für einen glutenfreien Zopf empfiehlt es sich meist, auf eine Backmischung auszuweichen.

Wer keine Hefe bekommt oder nehmen will, kann folgende Hefe-Alternativen ausprobieren:

  • Trockenhefe
  • 100 ml alkoholfreies Hefeweizen mit 1 TL Zucker und 1 EL Mehl vermischen und über Nacht bei Zimmertemperatur gehen lassen (entspricht 50 g frischer Hefe)
  • Weinstein-Backpulver (3,5 g auf 100 g Mehl), Gehzeit entfällt
  • Hefewasser

Tipps zum Backen mit Kindern

Selbst die Kleinsten können schon in der Küche helfen: etwas in die Schüssel kippen, kneten, Zutaten suchen und bringen oder einfach nur zuschauen. Je früher Kinder beim Kochen und Backen mit einbezogen werden, desto selbstständiger sind sie später beim Thema Essen. Positive Erfahrungen beim Zubereiten von Speisen fördern auch das Interesse an der richtigen Ernährung. Und für uns Eltern ist es doch auch toll, wenn wir dann irgendwann sogar bekocht werden!

Wichtig ist, dass Sie ausreichend Geduld un Ruhe haben. Ähnlich wie das Plätzchenbacken zu Weihnachten ist das backen der Osternester das eigentliche „Event“. Wenn Ihr Kind sehr ungeduldig ist, können Sie auch den Hefeteig alleine ansetzen und kneten und flechten dann nur noch gemeinsam.

Osternester

Hefekränze als Eierhalter
Gericht: Backen, Nachspeise
Portionen: 8 Stück

Zutaten

  • 250 ml Milch
  • ½ Würfel Hefe
  • 2 EL Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 100 g Butter oder Margarine
  • 1 Ei
  • 500 g Dinkelmehl
  • 8 hartgekochte, bemalte Eier
  • etwas Milch und Ei verquirlt, zum Bestreichen

Anleitungen

  • Hefe, Butter, Zucker und Vanillezucker in warmer Milch auflösen, dann das Ei und das Mehl hinzu geben und alles zu einem homogenen Teig verkneten. An einem warmen Ort etwa 1 Stunde gehen lassen.
    Teig gehen lassen
  • Ofen vorheizen. Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben, noch einmal kurz durchkneten und in 8 Stücke schneiden. Ein Teigstück nehmen und dieses wiederum in drei Stücke teilen. Jedes dieser Teilstücke zu einer langen Rolle ausrollen, wobei die drei Teigrollen gleich lang und dick sein sollten. Aus den drei Rollen einen Zopf flechten und diesen zu einem Kreis legen. Auf ein Backblech legen und in die Mitte ein gekochtes und bemaltes Osterei setzen. Mit den anderen Teigstücken genauso verfahren.
    Teig kneten
  • Die Nester mit einem Pinsel mit der Ei-Milch-Mischung bestreichen und im Ofen bei 180 Grad Celsius (Umluft: 160 Grad Celsius) etwa 15-20 Minuten goldbraun backen.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Backen und ein frohes Osterfest – auch wenn es wie im vergangenen Jahr anders und ruhiger ist, als sonst!

Ihre

Stephanie Mißler